
Wenn du ständig zu viel fühlst
Vielleicht kennst du dieses Gefühl:
Du gehst aus einem Gespräch heraus und bist plötzlich völlig erschöpft.
Du betrittst einen Raum und spürst sofort die Stimmung.
Du denkst lange über Begegnungen nach.
Manchmal weißt du gar nicht mehr genau:
„Ist das eigentlich meins – oder habe ich etwas vom anderen übernommen?“
Viele sensible Menschen erleben genau das.
Oft haben sie früh gelernt:
- viel wahrzunehmen
- sich anzupassen
- Spannungen zu spüren
- für Harmonie zu sorgen
- die Bedürfnisse anderer wichtiger zu nehmen als die eigenen
Mit der Zeit kann dadurch das Gefühl entstehen, sich selbst immer weniger zu spüren.
Man funktioniert.
Man denkt viel.
Aber innerlich wird es voller und unklarer.
Dabei geht es häufig gar nicht darum, „schwächer“ oder „zu sensibel“ zu sein.
Sondern eher darum, dass das eigene innere System ständig offen ist und wenig echte Abgrenzung gelernt hat.
Und Abgrenzung bedeutet nicht, hart zu werden oder Menschen wegzuschieben.
Abgrenzung bedeutet:
wieder unterscheiden zu lernen:
Was gehört wirklich zu mir?
Manchmal zeigt sich Überforderung nicht nur emotional, sondern auch im Körper:
- innere Unruhe
- Erschöpfung
- Druck im Brustraum
- Anspannung
- Gedankenkreisen
- Schlafprobleme
- das Gefühl, „voll“ zu sein
Der Körper beginnt oft lange vor dem Verstand zu sprechen.
In meiner Begleitung geht es deshalb nicht nur um Gespräche, sondern auch darum:
- Gefühle bewusst wahrzunehmen
- den Körper wieder einzubeziehen
- innere Prozesse zu beobachten
- Orientierung zurückzugewinnen
- und wieder mehr bei sich selbst anzukommen
Denn oft liegt unter all dem Lärm bereits etwas sehr Klares.
Etwas, das schon lange weiß:
was stimmig ist
und was nicht mehr passt.
Vielleicht beginnt Veränderung manchmal genau dort:
Nicht im Funktionieren.
Sondern im ehrlichen Wieder-Spüren.
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